Hoxell präsentiert sich als modulares System, das Hotelabläufe grundlegend verändert und dabei den tatsächlichen Tagesablauf berücksichtigt. Durch die Integration mit Plattformen wie Slope und die Nutzung von Mikrodaten werden Arbeitsprozesse flüssiger, koordinierter und transparenter. Das Ergebnis ist ein Modell, in dem Technologie den Menschen nicht ersetzt, sondern ihn ergänzt und operative Komplexität in einen Wettbewerbsvorteil verwandelt.
Davide Bernasconi, Mitgründer von Hoxell und treibende Kraft hinter dem Unternehmen, liebt das Bauen mit LEGO. Es ist nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebensphilosophie. Jedes Teil hat eine bestimmte Funktion. Jedes Modul fügt sich zu etwas Größerem zusammen. Es funktioniert nur, wenn alles an seinem Platz ist. Genauso ist jedes Hotel ein Mikrokosmos aus ineinandergreifenden Elementen: Reservierungen, Check-ins, Zimmervorbereitungen, Instandhaltungsarbeiten und Gästewünsche, die sich stündlich ändern. Deshalb hatte er bei der Entwicklung von Hoxell folgende Vision: keine starre Softwarelösung, sondern eine modulare Plattform, die sich an die realen Abläufe jeder Abteilung anpasst. Eine Lösung, die sich nahtlos in den Hotelalltag integriert, ohne ihn zu stören. Mit einem klaren Ziel: diejenigen zu unterstützen, die die Hotellerie täglich am Laufen halten. Nicht, um Menschen zu ersetzen, sondern um ihnen zusätzliche Möglichkeiten zu geben.
In vielen Hotels beginnt der Tag jeden Morgen damit, dass der Drucker (manche noch Nadeldrucker) Blatt um Blatt ausspuckt: Schichtpläne, zu behebende Störungen, Check-outs, Zimmervorbereitungen. Post-it-Zettel auf den Gepäckwagen folgen, nervöse Telefonate zwischen den Abteilungen, Last-Minute-Anpassungen. Diese Organisation hält in manchen Fällen noch, doch sie bricht schnell zusammen. Aus dieser Erkenntnis entstand Hoxell mit einer Vision, die in ihrer Einfachheit radikal ist: Reibungsverluste zwischen den Abteilungen zu beseitigen. Nicht um einem Trend zu folgen, sondern um reibungslose Arbeitsabläufe und Transparenz für alle Beteiligten wiederherzustellen. Die Plattform verbindet Housekeeping, Instandhaltung, Gastronomie und Rezeption in Echtzeit und ist so effizient und sicher, dass sie sogar im medizinischen Bereich und in Krankenhäusern eingesetzt wird. Jede Abteilung sieht, was sie braucht, wann sie es braucht. Niemand arbeitet mehr im Dunkeln. Und dank der intuitiven Benutzeroberfläche reichen 30 Minuten Schulung aus, damit sich selbst Tablet-Neulinge schnell zurechtfinden. Die Grundidee ist nicht, die Arbeit zu verändern, sondern sie effizienter zu gestalten. Das Ziel? Weniger Stress, mehr Kontrolle und mehr Zeit für das Wesentliche. Dank der Integration mit PMS-Systemen wie Slope gehören die im Morgengrauen ausgedruckten Listen der Vergangenheit an. Gästebewegungen werden in Echtzeit aktualisiert. Jede Aufgabe erreicht die richtige Person mit den richtigen Informationen. Keine Anrufe mehr, um die Zimmerverfügbarkeit zu prüfen. Kein Hin- und Herlaufen zwischen Abteilungen, WhatsApp-Gruppen oder Funkgeräten mehr. Und vor allem: Jede Aktion wird erfasst. Nicht zur Kontrolle, sondern zum Lernen. Die gesammelten Mikrodaten zeigen die Wahrheit über den Arbeitsalltag: Wo es langsam vorangeht, wo es gut läuft und wo Verbesserungspotenzial besteht. Eine Reinigungskraft kann Auffälligkeiten melden. Ein Manager kann den Arbeitsfortschritt beobachten und entsprechend handeln.
Im alltäglichen Arbeitsalltag werden Daten zum Verbündeten. Gemeint sind nicht Big Data, die in diesem Kontext kaum oder gar keinen Nutzen haben, sondern Mikrodaten: Daten, die beispielsweise darauf hinweisen, dass die Reinigung von Tierräumen heute länger dauert oder dass morgen zwei zusätzliche Wartungsmitarbeiter benötigt werden. Hoxell integriert bereits auf Basis dieser Daten prädiktive Funktionen. Die Maschine macht Vorschläge. Die Entscheidung liegt jedoch beim Menschen. Das ist der Kern des „Human-in-the-Loop“-Ansatzes: Technologie, die unterstützt, nicht steuert. Es ist das Expertenwissen der Menschen, erweitert durch Rechenleistung.
Hoxell verändert mit der Zeit auch die Denkweise. Wer es einmal nutzt, möchte es in der Regel nicht mehr missen. Mit einer Kundenbindungsrate von nahezu 100 % nehmen viele Hoxell mit in neue Hotels und fordern es auch für neue Aufgaben an. Es ist nicht nur Software: Es ist eine neue Denkweise in Bezug auf Organisation, basierend auf Vertrauen, Transparenz und Zusammenarbeit. Diese Entwicklung findet auch außerhalb der Hotellerie statt. Im Krankenhaus von Lugano beispielsweise hat die Plattform die Sicherheit der internistischen Station erhöht, Zeit gespart, Risiken reduziert und Ressourcen für die Qualitätskontrolle freigesetzt. Gleiche Logik, gleiche Vorteile: mehr Aufmerksamkeit, weniger unerwartete Ereignisse.
In der Hotellerie wirkt sich jede operative Verbesserung auf das Gästeerlebnis aus. Ein wiederkehrender Gast. Ein Zimmer, das genau nach Wunsch vorbereitet ist. Ein Problem, das gelöst wird, bevor es überhaupt auftritt. Das macht einen Aufenthalt unvergesslich. Mit Hoxell sind operative Prozesse kein Bremsklotz mehr. Sie sind der stille Motor der Hotellerie. Ein System, in dem jede Abteilung vernetzt, jede Aktion nachverfolgt und jede Entscheidung fundiert getroffen wird. Ein System, in dem Zeit wieder einen Wert hat. Und in dem, wie bei einem LEGO-Set, jedes Teil (jeder Mensch) weiß, dass es ein unverzichtbarer Baustein ist.