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title: "Von “Software” zum “Kollegen”: Digital Workers halten Einzug in die Hotellerie"
description: Erfahren Sie, wie die KI-gestützten Digital Workers von Hoxell Hotelteams unterstützen, Abläufe optimieren und das Gästeerlebnis verbessern.
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[Hoxell](https://hoxell.com/de/blog/author/hoxell)20 Okt. 20268 min read

# Von “Software” zum “Kollegen”: Digital Workers halten Einzug in die Hotellerie

[Vorherige](https://hoxell.com/de/blog/hoxell-pr%C3%A4sentiert-in-rimini-seine-neue-markenidentit%C3%A4t-und-treibt-die-entwicklung-hin-zum-digital-worker-modell-voran?hsLang=de)

<https://hoxell.com/de/blog>

*![Digital Worker](https://hoxell.com/hs-fs/hubfs/Digital%20Worker.png?width=795&height=447&name=Digital%20Worker.png)*

Am Nachmittag des Hospitality Day stellte Davide Bernasconi im Sala del Lavatoio des Kongresszentrums von Rimini eine Frage, die die gesamte italienische Hotellerie beschäftigt: Was geschieht mit der Gastfreundschaft, wenn die Menschen, die sie ermöglichen, immer schwieriger zu finden sind?

Dreißig Minuten, die einer klaren Vision gewidmet waren: einer Technologie, die Seite an Seite mit den Hotelmitarbeitenden arbeitet – wie ein zuverlässiger Kollege, der genau im richtigen Moment die richtige Person mit den wirklich relevanten Informationen unterstützt.

*„Was geschieht mit der Gastfreundschaft, wenn die Menschen, die sie ermöglichen, immer schwieriger zu finden sind?“*

### **Eine Branche, die mit der Hälfte ihrer Belegschaft arbeitet**

Am Anfang steht eine Zahl. In italienischen Hotels bleiben 47,5 % der Stellen unbesetzt. „Wir schaffen es nicht, fast jeden zweiten Mitarbeitenden zu finden oder zu ersetzen“, erklärte Bernasconi. Der Personalmangel ist längst keine vorübergehende Folge der Pandemie mehr, sondern gehört zum Alltag von Hoteldirektoren, leitenden Hausdamen und Abteilungsleitern, die täglich ihre Teams und Arbeitsabläufe organisieren müssen.

Die verbleibenden Mitarbeitenden übernehmen die Aufgaben ihrer fehlenden Kollegen, kümmern sich um dringende Anliegen, Wartungsarbeiten und kurzfristige Anfragen. Dadurch bleibt immer weniger Zeit für die Gäste.

Das Prinzip „do more with less“, bei dem fünf Personen die Arbeit von zehn erledigen sollen, führt zu Stress, Erschöpfung und einer sinkenden Servicequalität – gerade dort, wo die Gäste es am deutlichsten bemerken.

*„Das Prinzip do more with less, bei dem fünf Personen die Arbeit von zehn erledigen sollen, führt zu Stress, Erschöpfung und einer sinkenden Servicequalität – gerade dort, wo die Gäste es am deutlichsten bemerken.“*

Hinzu kommt ein weniger sichtbarer, aber ebenso realer Kostenfaktor. Jeder Mitarbeitende, der das Hotel verlässt, nimmt einen Teil des betrieblichen Wissens mit: das Zimmer mit dem klemmenden Fenster, den Stammgast, der immer dieselbe Zimmerausstattung wünscht, oder die technische Anlage, die nach jedem Gewitter überprüft werden muss.

Bernasconi nannte das Beispiel qualifizierter Köche, die sich entschieden haben, ihren Beruf vollständig aufzugeben und eine andere Laufbahn einzuschlagen.

Wenn dieses Wissen ausschließlich in den Köpfen der Mitarbeitenden gespeichert ist, verliert das Hotel es mit ihrem Weggang. Wird es hingegen auf einer Plattform erfasst und geteilt, bleibt es im Betrieb erhalten und wird zu einer wertvollen Ressource für das gesamte Team.

*„Jeder Mitarbeitende, der das Hotel verlässt, nimmt einen Teil des betrieblichen Wissens mit.“*

### **Der Kollege, der sich im richtigen Moment meldet**

Genau hier liegt der Ursprung des Vortragstitels. Für die Kunden von Hoxell hat sich die Plattform bereits zu etwas entwickelt, das weit über eine klassische Software hinausgeht. Laut Umfragen aus den Jahren 2025 und 2026 beschreiben 98 % der Befragten Hoxell als Partner, als operativen Kollegen, der sie während ihres gesamten Arbeitstages unterstützt.

Bernasconi stellte von Anfang an klar, was hinter dieser Definition steht. Er betonte, dass er der Letzte wäre, der eine Zukunft befürworten würde, in der künstliche Intelligenz Menschen ersetzt. Die Aufgabe eines digitalen Kollegen ist eine andere. Er brachte es mit einem einfachen Satz auf den Punkt: „Ein guter Kollege ist jemand, der mich genau im richtigen Moment kontaktiert und einbezieht.“

In einem Hotel bedeutet das beispielsweise, dass ein gereinigtes Zimmer sofort auf dem Gerät der Rezeption als bezugsfertig angezeigt wird, sobald die zuständige Reinigungskraft ihre Arbeit abgeschlossen hat. Eine technische Störung wird direkt an die verantwortliche Person weitergeleitet, und aus einer Meldung entsteht eine nachvollziehbare Aufgabe, deren Bearbeitungsstatus für alle Beteiligten sichtbar ist.

Telefonate zwischen Housekeeping und Rezeption, Funkgespräche und informelle Absprachen auf den Fluren werden durch einen strukturierten Informationsfluss ersetzt. Jede Abteilung erhält genau die Informationen, die für ihre Arbeit relevant sind, während Zuständigkeiten klar definiert und für alle transparent bleiben.

„Wir haben dieses Hintergrundrauschen beseitigt“, erklärte Bernasconi, „und den Menschen die Zeit zurückgegeben, die sie brauchen, um wirklich aufmerksam zu sein.“

*„Wir haben das Hintergrundrauschen beseitigt und den Menschen die Zeit zurückgegeben, die sie brauchen, um wirklich aufmerksam zu sein.“*

Die in Hotels mit Hoxell erhobenen Zahlen zeigen, wie viel Zeit dadurch zurückgewonnen wird: eine Steigerung der operativen Effizienz um 40 %, eine Reduzierung der internen Telefonate um 75 % und ein Rückgang der Gästebeschwerden um 30 %.

Wenn man bedenkt, dass ein einzelnes betriebliches Telefonat durchschnittlich etwa 30 Sekunden dauert, bedeutet diese Reduzierung um 75 % in einem Hotel mit 100 Zimmern jeden Monat mehrere Stunden eingesparte Arbeitszeit, die den Mitarbeitenden wieder zur Verfügung steht.

### **Qualitätssicherung in Echtzeit**

Der Rückgang der Gästebeschwerden zeigt einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie Servicequalität überwacht und sichergestellt wird. Traditionelle Kontrollen, die wöchentlich oder monatlich stattfinden, erfassen Probleme häufig erst, nachdem Gäste bereits davon betroffen waren. Mit einem digitalen Kollegen, der die täglichen Abläufe kontinuierlich begleitet, werden Unregelmäßigkeiten unmittelbar erkannt. So kann das Team eingreifen, bevor das Gästeerlebnis beeinträchtigt wird.

Das von Bernasconi gewählte Beispiel ist bewusst alltäglich: ein Zimmer, in dem innerhalb weniger Wochen mehrfach die Glühbirnen ausgetauscht werden müssen. Jede einzelne Maßnahme erscheint zunächst als gewöhnliche Wartungsarbeit. Werden diese Ereignisse jedoch gemeinsam betrachtet, weisen sie auf ein grundlegendes Problem im Stromkreis hin. Die Plattform erkennt dieses wiederkehrende Muster und empfiehlt eine umfassendere Maßnahme, um die eigentliche Ursache zu beheben.

Das ist vorausschauende Wartung in ihrer praktischsten Form: geringere Kosten, weniger wiederholte Technikereinsätze und weniger Beeinträchtigungen für die Gäste.

### **Die Intelligenz hinter den Daten**

All dies, betonte Bernasconi, hängt von einer entscheidenden Voraussetzung ab: **„Künstliche Intelligenz funktioniert nur, wenn die Daten, auf denen sie basiert, intelligent sind.“**

Saubere, korrekt erfasste Daten, eine Plattform, die täglich konsequent genutzt wird, und ein System, das auf die spezifischen Betriebsabläufe des Hotels abgestimmt ist, sind dafür unerlässlich. Dazu gehört beispielsweise die Festlegung von Standardreinigungszeiten: zwanzig Minuten für ein Bleibezimmer und vierzig Minuten für ein Abreisezimmer.

Selbst eine begonnene, aber noch nicht abgeschlossene Aufgabe liefert wertvolle Informationen, denn sie zeigt, an welchen Stellen betriebliche Abläufe ins Stocken geraten.

*„Selbst eine begonnene, aber noch nicht abgeschlossene Aufgabe liefert wertvolle Informationen, denn sie zeigt, an welchen Stellen betriebliche Abläufe ins Stocken geraten.“*

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Unterscheidung zwischen Big Data und Mikrodaten. Erstere, darunter Benchmarks und Marktdaten, können von externen Anbietern erworben werden. Letztere entstehen direkt im Hotel und beschreiben, was dort tatsächlich geschieht: Zeitaufwand, operative Abläufe, Unregelmäßigkeiten, abgeschlossene Aufgaben und noch offene Tätigkeiten.

„Die wichtigsten Daten, die niemand kaufen kann, gehören ausschließlich Ihnen: Es sind die sogenannten Mikrodaten, also alles, was innerhalb Ihres eigenen Betriebs geschieht.“

Diese Mikrodaten machen Berichte und Dashboards wirklich zuverlässig, denn sie vermitteln ein präzises Bild davon, was an einem bestimmten Tag in genau diesem Hotel geschieht.

*„Die wichtigsten Daten, die niemand kaufen kann, gehören ausschließlich Ihnen: Es sind die sogenannten Mikrodaten, also alles, was innerhalb Ihres eigenen Betriebs geschieht.“*

### **Den Gast in seinem jeweiligen Kontext verstehen**

Dasselbe Prinzip gilt auch für Hotelgäste. PMS- und CRM-Systeme bleiben unverzichtbare Werkzeuge. Bernasconi schlug jedoch vor, diese durch eine datenbasierte Betrachtung zu ergänzen, die stets den individuellen Kontext jedes einzelnen Aufenthalts berücksichtigt.

Dieselbe Person, die eine Woche allein zum Skifahren in Sestriere verbringt, hat völlig andere Bedürfnisse, wenn sie im Sommer mit ihrer Familie nach Apulien reist. Die bevorzugte Zimmertemperatur, die Wünsche beim Turndown-Service und der persönliche Tagesrhythmus können sich erheblich unterscheiden.

„Wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt“, erklärte er, „denn wir müssen diese Daten an den jeweiligen Kontext anpassen, in dem sich eine Person zu diesem bestimmten Zeitpunkt befindet.“

Mikrodaten ermöglichen es, diese individuelle Aufmerksamkeit in konkrete operative Anweisungen für die verschiedenen Hotelabteilungen zu übersetzen.

*„Wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt, denn wir müssen diese Daten an den jeweiligen Kontext anpassen, in dem sich eine Person zu diesem bestimmten Zeitpunkt befindet.“*

### **KI-Agenten unterstützen Hoteldirektoren und leitende Hausdamen**

Der nächste Schritt dieser Entwicklung ist der Einsatz von Agenten der künstlichen Intelligenz. Die Plattform analysiert Informationen bereits, bevor der Hoteldirektor sein Dashboard öffnet, und präsentiert ihm einen strukturierten Überblick über den Tag. Probleme werden nach Schweregrad und Dringlichkeit priorisiert und durch konkrete Handlungsempfehlungen ergänzt.

Für leitende Hausdamen berücksichtigt die tägliche Zimmerzuteilung die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeitenden, ihre bereits zugewiesenen Aufgaben sowie die spezifischen Anforderungen des Tages. Damit geht das System über die traditionelle Zimmerverteilung auf Basis fester Punktwerte hinaus.

Bernasconi beschrieb diese Entwicklung als eine Erweiterung der Business Intelligence hin zum konkreten Handeln. Housekeeping-Teams benötigen Unterstützung, die Daten in Echtzeit analysiert, Unregelmäßigkeiten erkennt, Prioritäten und Einsatzpläne vorschlägt und dabei hilft, Serviceprobleme zu vermeiden – stets als Unterstützung für die Menschen, nicht als deren Ersatz.

Hoxell hat seine Entwicklung auf KI-Agenten konzentriert, die auf die Ausführung und Optimierung von Prozessen spezialisiert sind und gezielt auf die operativen Anforderungen der verschiedenen Hotelabteilungen zugeschnitten wurden. **Genau hier nimmt der Digital Worker Gestalt an.**

### **Eine neue Identität mit Daten im Mittelpunkt**

Zum Abschluss des Vortrags wurde die neue Markenidentität von Hoxell vorgestellt, die in Rimini während derselben Woche wie die TTG Travel Experience präsentiert wurde.

Im neuen Logo ist der charakteristische Vogel nun in das „O“ integriert. Er symbolisiert die zentrale Bedeutung von Daten und Operations für sämtliche Funktionen der Plattform.

Der bisherige Claim **„Excellence in hospitality“ wird durch „Clarity in operation“ ersetzt**. Diese neue Botschaft bringt den Fokus von Hoxell auf Mikrodaten, den agentenbasierten KI-Ansatz und die Klarheit zum Ausdruck, die die Plattform in die täglichen Arbeitsabläufe der Hotellerie bringt.

### **Gastfreundschaft bleibt eine menschliche Aufgabe**

Die abschließende Botschaft führte die Diskussion zurück zu ihrem Ausgangspunkt.

**„Überlassen wir die Gastfreundschaft den Menschen“,** sagte Bernasconi.

Die Technologie soll all jene Aufgaben übernehmen, die angesichts des Personalmangels immer schwieriger zu bewältigen sind: Analyse, Organisation, Überwachung, Prävention und die wiederkehrende Kommunikation zwischen den Abteilungen.

Ein digitaler Kollege, der diese Aufgaben übernimmt, gibt den Hotelmitarbeitenden Zeit und Aufmerksamkeit zurück. So kann sich jedes Hotel wieder auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Gäste willkommen zu heißen, sich um ihr Wohlbefinden zu kümmern und persönliche Beziehungen aufzubauen.

*„Überlassen wir die Gastfreundschaft den Menschen. Die Technologie soll all jene Aufgaben übernehmen, die angesichts des Personalmangels immer schwieriger zu bewältigen sind.“*

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Bernasconi schlug jedoch vor, diese durch eine datenbasierte Betrachtung zu ergänzen, die stets den individuellen Kontext jedes einzelnen Aufenthalts berücksichtigt. Dieselbe Person, die eine Woche allein zum Skifahren in Sestriere verbringt, hat völlig andere Bedürfnisse, wenn sie im Sommer mit ihrer Familie nach Apulien reist. 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